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RÄTEREPUBLIK BAIERN! nach ERNST TOLLER Uraufführung

Regie: Sophia Barthelmes, Premiere 23.11.2018, Theater Bamberg

Ewa Rataj spielt Toller, und sie spielt ihn hier .. so, dass die gewaltige Portion Utopie deutlich wird, mit der hier ein Denker, den der Krieg erst zum radikalen Pazifisten und Gesinnungsethiker hat werden lassen, seine Vorstellungen von einem friedlichen, besseren Zusammenleben aller Menschen, also auch von Mann und Frau, ins Werk setzte. Ratajs Stimme ist nur zu Beginn ruhig, um schon bald entflammt zu jubilieren ..

Florian Welle, Süddeutsche Zeitung 27.11.2018

Eine Uraufführung mit Knall. … Ein Stück der Gegensätze mit Wirrungen und Wendungen. Der Spannungsbogen ist konstant hochgehalten durch eine glänzende Darstellung der Hauptrolle. .. Ewa Rataj, als Ernst Toller, führte uns durch 90 Minuten Gefühlschaos: Sie flehte, jubelte, trauerte, verzweifelte. Wir erlebten die Revolution hautnah, angetrieben von der Leidenschaft Tollers. .. Das Stück überzeugte mit seinem hochaktuellen Realitätsbezug. Die Thematik trifft uns näher, als uns lieb ist und warnt zugleich vor dem Lauf, den die deutsche Geschichte genommen hat.

Martje Kuhr & Anja Brenner, Rezensöhnchen 25.11.2018

 

DAS ACHTE LEBEN (FÜR BRILKA) NINO HARATISCHWILI  Bühnenfassung von Emilia Heinrich, Julia Lochte und Jette Steckel 

Regie: Sibylle Broll-Pape, Dramaturgie: Remsi Al Khalisi, Premiere: 6.10.2018, Theater Bamberg

Bewahrt haben sich Broll-Pape und Al Khalisi ihren künstlerisch produktiven Umgang mit Musik. … So verknüpfte Nina Simones “Aint got no” den ungestillten Lebenshunger Kittys (Ewa Rataj) mit dem Emanzipationskampf aller sich unfrei Fühlenden. Einen bezaubernden Moment lang war es völlig egal, wo und wann “Das achte Leben (Für Brilka)” überhaupt spielte.

Christoph Hägele, Fränkischer Tag 7.10.2018

 

DIE KLEINEN FÜCHSE LILLIAN HELLMAN

Regie: Stefan Otteni, Premiere: 24.02.2018, Stadttheater Gießen

sie ist der Gegenpol zu dieser feinfühligen Birdie, einer gebrochenen Frau, die sich von ihrem Mann ohrfeigen lässt und anstatt sich zu wehren, ihren Kummer in Alkohol ertränkt. Von Ewa Rataj hervorragend gespielt, diese Zerbrechlichkeit, dieser Kummer,  mit einer sehr großen stillen Präsenz.

Birgit Spielmann, Hessischer Rundfunk 1. 03. 2018

 

TRIPTYCHON DES ANKOMMENS NINO HARATISCHWILI, SOFI OKSANEN, TEREZIA MORA deutsche Erstaufführung

Regie: Kirsten Uttendorf, Premiere: 31. 08. 2017, Stadttheater Gießen

Eindringlich lässt Ewa Rataj die Verzweiflung der Frau durch eine Fassade ruppiger Gleichgültigkeit scheinen. Die Schauspielerin, die seit Beginn dieser Spielzeit neu im Gießener Ensemble ist, hatte das Publikum von Anfang an fest im Griff. Glaubhaft ließ sie die Zuschauer die Nöte ihrer Figur nachvollziehen und mitempfinden.  Die drei Kurzdramen wirken allein durch die Ausdruckskraft der Stimmen der Darstellerinnen.

Klaus-J. Frahm, Gießener Anzeiger 01. 09. 2017

Ewa Rataj macht Marusjas furiosen Putzeimermonolog zur eindringlichen Hassrede über Integration und Ungerechtigkeit. . sie erschafft das Bild einer zutiefst Verbitterten. Ratajs Spiel ist von großer Intensität. Es gelingt ihr, die Ambivalenz der Figur zwischen Opfer und Täter in allen Facetten zu zeigen.

Karola Schepp, Gießener Allgemeine Zeitung 01. 09. 2017

 

AUSTRALISCHER FROST CLEMENS MÄDGE Uraufführung

Regie: Kathrin Mayr, Premiere: 6. 10. 2016, Monsun Theater Hamburg

Die drei überzeugend gespielten Frauen ringen und kämpfen und schreien nach Anerkennung, betteln um Zuneigung, fordern Nähe. Und können sie doch nicht zulassen. … “Australischer Frost” ist das komplexe Gefühlsgeflecht zwischen einer Mutter und ihren Töchtern – in all seiner Wucht, in all seiner Feinheit, in all seiner Sehnsucht. Das berührt. Und so wird einem an diesem frostigen Abend schließlich doch sehr warm ums Herz.

Franca Wittenbrink, Hamburger Abendblatt 15. 10. 2017

 

TOTENTANZ STRINDBERG

Regie: Malte Kreutzfeldt, Premiere: 27. 02. 2015, Landestheater Detmold

Anderthalb Stunden zerren die Figuren aneinander, beschuldigen, verurteilen, verletzen sich – mit bitterbösen Hasstiraden, die tragisch komische Momente verursachen. … Vor allem Ewa Rataj brilliert in ihrer Darstellung der Alice. Die unbändige Weiblichkeit mit Hang zur Selbstzerstörung verkörpert die Mimin glaubhaft und entblößt sich dabei nicht zuletzt seelisch.

Janet König, Lippische Landeszeitung 2. 03. 2015

 

DER WEIBSTEUFEL SCHÖNHERR

Regie: Angelika Zacek, Premiere: 22. 05. 2014, Landestheater Detmold

Ewa Rataj, diese Detmolder Schauspielerin, die uns schon in so mancher prägnanten Frauenrolle beeindruckte…, hat hier wohl einen Gipfel ihrer Kunst erreicht: wie sie sich zunächst – ihrer traditionellen Rolle gemäß! – wie eine Schachfigur hin und her schieben lässt, dann aber schnell ihr Potential erkennt und vor allem dieses Potential nutzt! Wie sie nun ihrerseits die Männer zu ihren Figuren macht, diese beherrscht und manipuliert, bis zum (bösen/triumphalen) Ende! Der Zuschauer kann sie bedauern, sie begehren, sie hassen, sie lieben!

Walter Sauter, Kulturinfo-Lippe 5. 09. 2014

 

AM SCHWARZEN SEE LOHER

Regie: Martin Pfaff, Premiere: 22. 01. 2014, Landestheater Detmold

Spiel, Stück, Inszenierung: Verstörend gut . Ewa Rataj alias Cleo verschränkt die Arme, klammert sich an ein unsichtbares, selbst auferlegtes Gerüst aus Disziplin und unbedingter Kontrolle…

Barbara Luetgebrune, Lippische Landeszeitung 20. 01. 2014

es gibt kaum eine Szene, die den Zuschauer nicht berührt, nicht mitnimmt!…natürlich schafft es Ewa Rataj immer wieder die Verzweiflung durchscheinen zu lassen, die hinter dieser Fassade der Tüchtigkeit brodelt…

Walter Sauter, Kulturinfo-Lippe, Januar 2014

 

EIN SOMMERNACHTSTRAUM SHAKESPEARE

Regie: Tatjana Rese, Premiere: 27. 09. 2013, Landestheater Detmold

Tatjana Rese hat Shakespeares “Sommernachtstraum” in einen Albtraum voller Gier und Begierde verwandelt. …Ewa Rataj liefert die brillante Studie einer Frau, die sich auf ihrem Weg zwischen Obszönität und Verzweiflung verirrt.

Ilse Franz Nevermann, Lippische Landeszeitung 30.09. 2013

 

STEILWAND/TERMINAL 5 STEPHENS

Regie: Ulrike Müller, Premiere: 27. 03. 2013, Landestheater Detmold

Eindringliche Premiere . Martin Krah und Ewa Rataj überzeugen mit intensivem Spiel . die beiden Monologe werden von beiden Schauspielern virtuos umgesetzt… Die Einsamkeit, das Erstarrtsein, den tiefen Schrecken angesichts der Zerbrechlichkeit des Glücks, die jeden jederzeit treffen kann: Das alles bringen sie eindringlich auf die Bühne, agieren mit kleinsten Gesten und Nuancen…

Lippische Landeszeitung, 29. 03. 2013

Ewa Rataj wendet sich ganz offensiv, fast provokativ an das Publikum und beweist damit wieder einmal ihre große Bühnenpräsenz.

Kulturinfo-Lippe, 5. 04. 2013

 

KABALE UND LIEBE SCHILLER

Regie: Martin Pfaff, Premiere: 30. 11. 2012, Landestheater Detmold

Das Detmolder Ensemble spielt die Geschichte… so intensiv, das die Zuschauer ergriffen der Handlung folgen. Allen voran Ewa Rataj, deren fürstliche Mätresse Milford diabolisch und enorm kraftvoll alles andere, als die entsagende Liebende ist…

Elke Niedringhaus-Haasper, Neue Westfälische, 14. 12.  2012

Schillers Text wird nicht in Gänze präsentiert…Szenen, wie zum Beispiel der Monolog, der den Dialog zwischen Lady Milford und dem Kammerdiener ersetzte, gelangen gut, dank der sehr intensiven, präzisen und sinnlichen Interpretation der Lady durch Ewa Rataj.

Karin Hartmann, SHZ Neumünster, 22. 12. 2012

Ewa Rataj als Lady Milford. Im Gespräch mit Ferdinand ist sie die edle Britin mit einer herzerwärmenden (Mit-)Menschlichkeit, in der Szene mit Luise ebenso gekonnt und glaubhaft die überlegene, erfahrene und mächtigere Rivalin, die durch ihre Arroganz abstößt.

Walter Sauter, Kulturinfo Lippe, Dezember 2012

 

DER DIENER ZWEIER HERREN GOLDONI

Regie: Martin Pfaff, Premiere: 8. 06. 2012, Landestheater Detmold

Ewa Rataj darf eine Stimme ihr eigen nennen wie die Schlange im Paradies – einfach verführerisch.

Lippe-Aktuell, 13. 06. 2012

 

DIE RATTEN HAUPTMANN

Regie: Tatjana Rese, Premiere: 10. 02. 2012, Landestheater Detmold

Willkommen am Rande der Gesellschaft. Ein Riesen-Lob geht an die Schauspieler-Riege, allen voran Ewa Rataj, die sich in der Rolle der Frau John verausgabt. Ratajs intensives Spiel lässt die Zuschauer die Verzweiflung dieser Frau fast körperlich spüren…

Barbara Luetgebrune, Lippische Landeszeitung 13. 02. 2012

die Tragödie der verhinderten Mutter John. Hervorragend dargestellt durch Ewa Rataj, die den Zuschauer auf geradezu schmerzliche Weise miterleben lässt, wie diese tatkräftig-praktische Frau Ängsten um „ihr“ Kind ausgesetzt wird und so zur gehetzten Kidnapperin und schließlich zur elend-verzweifelten Selbstmörderin wird.

Walter Sauter, Kulturinfo-Lippe 2012

Mit einem meisterhaften Crescendo sich zuspitzender Verzweiflung verkörperte Rataj diese zum Wahn gewordene besessene Liebe, die über Leichen geht..

Susanne Ehrlich, Weser-Kurier 18. 01. 2013

Düster, verstörend und enorm kraftvoll…Ewa Rataj läuft als Frau John in ihrer Verzweiflung zu einer antiken Größe auf, der man sich einfach nicht entziehen kann…

Elke Niederinghaus-Haasper, Neue Westfälische 23. 03. 2012

 

DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH WIILLIAMS

Regie: Wolfgang Hagemann, Premiere: 14. 10. 2011, Landestheater Detmold

Von Anfang an überzeugt Ewa Rataj…Ihre Maggie ist die einzige, die ihre Situation zu analysieren vermag. Lebenshungrig und verzweifelt versucht sie, ihrer Gefangenschaft zu entkommen…

Ilse Franz-Nevermann, Lippische Landeszeitung 17. 10. 2011

 

IPHIGENIE AUF TAURIS GOETHE

Regie: Tatjana Rese, Premiere: 26. 08. 2011, Landestheater Detmold

Ewa Rataj zeigt keine schöne Griechin, sondern eine Allerweltsfrau, zweifelnd, intensiv und emotional, überzeugend in ihrer Rollenentwicklung und im finalen Rollenwandel. Ihr Schlussmonolog geht unter die Haut.

Peter A.Kaminsky, Norddeutsche Rundschau 21. 01. 2012

beklemmend Ewa Rataj, die als Iphigenie das Blut in den Adern des Publikums stocken lässt…

Elke Niederinghaus-Haasper, Neue Westfälische 24. 09. 2011

Ewa Rataj ging hervorragend mit den Blankversen um, jegliches Pathos wurde vermieden.  Ihre Spielweise war traumatisiert, lethargisch als Priesterin, aufbegehrend in ihrem emanzipatorischen Ichstand…

Ingmar Winter, Münsterländische Volkszeitung 16. 02. 2012

 

LENZ, LEONCE UND LENA NACH BÜCHNER

Regie: Matthias Reichwald, Premiere: 26. 03. 2011, Theater Rudolstadt

Rosetta, bei Büchner kaum mehr als eine melancholische, von Leonce grausam abgewiesene Aufzieh-Ballerina, bekommt dank Reichwald eine große Rolle: stark, laut, selbstbewusst bei Ewa Rataj in besten Händen…

Frauke Adrians, Thüringer Allgemeine 28. 03. 2011

Ewa Rataj und Marcus Ostberg könnten mit der Energie, mit der sie den Prinzen zu unterhalten versuchen, das ganze nächtliche Rudolstadt samt Residenzschloss Heidecksburg illuminieren…

Kai Agthe, nachtkritik.de, 29. 03. 2011

 

ANTIGONE SOPHOKLES (Übersetzung:  HÖLDERLIN)

Regie: Sven Miller, Musik: Albrecht Ziepert, Rafael Stachowiak, Premiere: 1. 05. 2010, Theater Rudolstadt

und hinten schreit Ewa Rataj ihre Verzweiflung, ihre Angst, ihre Konsequenz, die Antigone jetzt tragen muss. Sie ruft schon wie aus dem Grabe, sie hat schon entsagt, schon abgeschlossen. Hier gewinnt die Schauspielerin eine Höhe, hier gewinnt der Abend ein Interesse jenseits der Erörterung. Ab hier ist das ein anderer Abend, …ein konzentrierter Kunstraum.

Henryk Goldberg, Thüringer Allgemeine, 3. 05. 2010

 

MARIA STUART SCHILLER

Regie: Carlos Manuel, Premiere: 30. 01. 2010, Theater Rudolstadt

Überzeugend auch Ewa Rataj als in ihrer Eitelkeit gekränkte Queen Elisabeth mit rötlich-grauem Haar, deren wichtigstes Machtinstrument die Selbstbeherrschung ist. Das macht sie einsam, unnahbar und lässt sie am Schluss zur Herrscherikone erstarren.

Frank Quilitzsch, Thüringische Landeszeitung, 02. 02. 2010

Elisabeth statisch und doch biegsam – gewissermaßen unkaputtbar bewegt sich Ewa Rataj zwischen ihren Obristen. Eine, der man nur vormachen kann, was ihr in den Kram passt, die Mensch- und Frausein an den Nagel gehängt hat, seitdem sie die Krone trägt.

Angelika Bohn, Ostthüringer Zeitung, 31. 01. 2010